Die Entstehungsgeschichte des Rolfing®

Aktualisiert: 31. Aug.

Dr. Ida Pauline Rolf wurde 1896 in New York geboren. 1920 erwarb sie als eine der ersten Frauen in den USA ihren Doktortitel in Biochemie und Physiologie an der Columbia University. Danach arbeitete sie zwölf Jahren am Rockefeller-Institut.


Als Wissenschaftlerin studierte sie vor allem die Eigenschaften des menschlichen Bindegewebes. Daneben beschäftigte sie sich mit Yoga, Osteopathie und Homöopathie. Aus ihren Studien und der praktischen Arbeit mit Menschen entwickelte sie ihre eigene Methode: eine Abfolge von zehn systematisch aufeinander aufbauenden Sitzungen, um körperliche und seelische Probleme zu behandeln, die aus einer fehlerhaften Struktur, Haltung oder Bewegungsform des Körpers entstehen.


Dr. Rolf war in vielerlei Hinsicht eine Pionierin und ihrer Zeit voraus. Einen wesentlichen Beitrag im Feld der Körperarbeit leistete sie durch die Erkenntnis, dass die Schwerkraft als organisierendes Element für Körperstruktur und Bewegungskoordination, für räumliche Wahrnehmung und sogar für menschlichen Ausdruck von entscheidender Bedeutung ist.


Sie entdeckte, dass diese Strukturen durch eine bestimmte Art der Bindegewebsmanipulation sehr viel stärker veränderbar sind, als bislang angenommen und dass durch eine strukturelle Aufrichtung des Körpers die Schwerkraft als positive, aufrichtende Kraft genutzt werden kann.


Sie nannte ihre Methode „Strukturelle Integration“, doch bürgerte sich bald die Kurzbezeichnung „Rolfing” ein.


Rolfing® breitet sich aus


Als Fritz Perls, der Begründer der Gestalt-Therapie, Ida Rolf aufforderte, ihre Methode am Esalen-Institut in Kalifornien zu lehren, begann sich Rolfing® auszubreiten. Anfang der 70er-Jahre gründete sie ihr eigenes Institut in Boulder, Colorado, wo sie bis zu ihrem Tod 1979 lehrte. Ihre lebendige Methode wird bis heute durch bereits mehr als 2000 Rolfer:innen in aller Welt angewandt.




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