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Rolf Movement™ Integration

Aktualisiert: 10. Jan.

In den späteren Jahren ihrer Arbeit fand Ida Rolf heraus, dass grundlegende Veränderungen in der Körperstruktur und dessen Funktion durch gezielte Körperübungen unterstützt und gefördert werden können.




Begleitend zu den zehn Sitzungen entwickelte Dr. Rolf daher besondere Übungen, die verschiedene Teile des Körpers ansprechen.


In den letzten zwanzig Jahren wurden diese Übungen federführend durch den französischen Rolf Movement™ Lehrer und Tänzer Hubert Godard theoretisch fundiert und erweitert. Das Arbeitsmodell der „Tonic Function“ ist heute das Grundgerüst der meisten Übungen im Rolf Movement™. Es basiert auf dem Austausch mit anderen Bewegungslehren, langjähriger Erfahrung und neuesten Forschungsergebnissen zur Funktion des Bindegewebes (Faszien). Die Felder von Wahrnehmung, Koordination, Körperstruktur und Psychologie werden zu einem ganzheitlichen Ansatz verbunden.

Rolf Movement™ ist für Menschen jedes Alters und jeder Art geeignet und ein unterstützender und fördernder Begleiter, wenn Sie einer der folgenden Fragen auf die Spur kommen wollen:


Wie verbessere und erweitere ich meinen Bewegungsspielraum?

  • Wie steigere ich meine Körperwahrnehmung?

  • Wie vergrößere ich den gefühlten inneren Raum meines Körpers?

  • Wie nütze ich den Raum um mich effektiv?

  • Wie stehe ich meiner Umgebung gegenüber?

  • Wie sieht „die Welt“ mich?

Ziele sind dabei unter anderem:

  • Öffnung und Orientierung der Füße zum Boden. Da in den Fußsohlen eine sehr große Anzahl von Rezeptoren (Zellen, die Berührung wahrnehmen und weiterleiten) sitzt, führt dies zu einer Entlastung des unteren Rückens und des Beckenbodens. Je mehr Rezeptoren in den Füßen aktiv sind, desto lebendiger sind diejenigen Muskeln um die Wirbelsäule, die dafür zuständig sind, dass unser Rücken immer wieder neu ein Gleichgewicht in der Schwerkraft finden kann.

  • Öffnung und Orientierung der Arme und Hände in den Raum hinein für einen besseren Kontakt zur Außenwelt bzw. Stärkung des inneren Raumes. Die Hände sind ähnlich den Füßen ebenfalls mit einer Vielzahl von Rezeptoren besetzt. Je aktiver diese Rezeptoren, desto besser ist die Koordination der einzelnen Muskeln und der Struktur der Arme und des Schultergürtels. Dadurch werden die Schultern und der Hals entlastet.

  • Öffnung und Orientierung des Kopfes nach oben, für eine verbesserte Aufrichtung und Stärkung des Rückens. Gerade in einer Welt wie der unseren, die sehr visuell geprägt ist und unsere Augen außerordentlich stark beschäftigt, ist es wichtig, diesem „Augensog“ nach vorne eine verbesserte Wahrnehmung der Position des eigenen Kopfes entgegenzusetzen. Dann wird der Kopf nicht durch die Schwerkraft nach vorne gezogen. Er kann ausgeglichen auf dem Rumpf sitzen. Dies entlastet Hals, Schultern und Rücken.

  • Stärkere Aufrichtung des Menschen um seine innere Achse (Core). Für feinere, elegante Bewegungen.

  • Vertiefte Atmung und verbesserter Rhythmus der Atembewegung durch Öffnung aller drei Atemdimensionen des Brustkorbes und Bauches (vorne/ hinten, seitlich, oben/unten).

  • Harmonischere Koordination der einzelnen Muskeln und Muskelgruppen zueinander, Differenzierung der Bewegung oberflächlicher und tiefer Muskelschichten und -gruppen für ökonomischere Bewegungsabläufe und eine gesteigerte Beweglichkeit.


Die Übungen kommen entweder eigenständig, d.h. als sog. Rolf Movement™ Sitzung zum Einsatz, oder sie werden als wertvolle Ergänzung während der Sitzungen der 10er-Serie gelehrt.

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